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Geschichte

Die 1881 durch die Sektion Prag errichtete Olpererhütte gehört zu den frühen Schutzhütten der Ostalpen. Ziel war es damals, Bergsteigern eine "bequemere" Begehung des Olperers zu ermöglichen. Auch Touren auf den Fußstein, die Gefrorene Wandspitzen und den Schrammacher sollten vereinfacht werden.

 

Sie hatte auf dem Dachboden acht Matratzen- und acht Heulager. Im Erdgeschoss stand ein Kochherd, dessen Rauchgase durch ein Ofenrohr durch die Giebelwand nach draußen geführt wurden. Die Bergsteiger mussten Brennmaterial und Lebensmittel mitbringen. 


Fakten und Zahlen auf einen Blick

1881   Errichtung einer einfachen, unbewirtschafteten Hütte von der Sektion Prag
1900   Verkauf an die Sektion Berlin
1931   Umbau und künftig Bewirtschaftung
1976   Erweiterungsbau
2004   Verkauf an die Sektion Neumarkt
2006   Abriss der Hütte und Beginn Ersatzbau
2007   Eröffnung der neuen, erweiterten Hütte

Einst bis heute

Die Hütte wurde im Jahr 1900 an die Sektion Berlin für 11.000 Mark verkauft. 1901 besuchten 67 Personen die Hütte, davon 64 Herren und 3 Damen. In diesem Sommer wurden 36 Besteigungen des Olperers und eine Besteigung der Gefrorenen Wandspitze ausgeführt.

 

1902 wurde ein "Abort" in einen kleinen Vorbau an der Eingangstür eingebaut. Es zeigte sich bald, dass die Kapazität der Hütte auf Grund der immer größer werdenden Besucherzahl nicht mehr ausreichte. Erst 1931 jedoch erfolgte eine Erweiterung durch einen Anbau, der eine separate Küche enthielt und weitere Übernachtungsplätze.

Ein neuerlicher Umbau im Jahr 1976 brachte modernere Sanitäranlagen und eine zusätzliche Gaststube, aber beengt blieben die Verhältnisse trotzdem. Knapp einer Katastrophe entging die voll belegte Hütte am 31. Juli 1998, als sich am Großen Riepenkees auf 2800 Metern Höhe oberhalb der Hütte eine Eis- und Gerölllawine löste, die die Olpererhütte aber nur an einer Hausecke streifte.

 

Einen gewissen überregionalen Ruhm erlangte die langjährige Pächterin der Olpererhütte, Olga Platzer, genannt die Olpererhexe, durch ihre Originalität im Umgang mit den Gästen.

Die Sektion Neumarkt i.d.OPf. hat die Olpererhütte zum 01.01.2004 von der Sektion Berlin gekauft. Brandschutz- und Behördenauflagen mussten damals dringend umgesetzt werden, ebenso Modernisierungen im Hinblick auf zeitgemäße Anforderungen an eine Schutzhütte.

 

Es zeigte sich, dass dies mit der 125 Jahre alten Hütte nicht zu leisten war. Somit fiel die Entscheidung für einen Ersatzbau. 2006 wurde die alte Olpererhütte abgerissen und ein Neubau wurde begonnen. 2007 wurde die neue Olpererhütte eröffnet und die 2006 fällige 125. Jahrfeier nachgeholt.

Die neue Hütte lehnt sich mit einfacher Konstruktion und trotzdem hochwertiger technischer Ausstattung an traditionelle Bergsteigerunterkünfte an. Sie berücksichtigt aber trotzdem konsequent zeitgemäße Anforderungen und besitzt eine hohe architektonische Qualität.